Das Wichtigste in Kürze
- Online wird anders gelesen als offline: schnell, suchend, selektiv.
- Gute Texte sind klar gegliedert, leicht verständlich und zielgruppenorientiert.
- Kurze Sätze, präzise Formulierungen und aktive Sprache helfen beim Lesen.
- Zwischenüberschriften, Listen und grafische Elemente erleichtern die Orientierung.
- Titel und Teaser entscheiden, ob ein Text
überhaupt gelesen wird.
Wie wir online lesen
Beim Lesen im Web sind Menschen ungeduldig. Sie überfliegen
Texte („skimmen“) und suchen gezielt nach Informationen. Darum ist es
entscheidend, schnell klarzumachen, worum es geht, und die wichtigsten
Informationen gleich am Anfang zu platzieren.
Vor dem Schreiben
Stellen Sie sich drei Fragen:
- Was ist mein Thema?
- Für wen schreibe ich?
- Welche Relevanz hat mein Thema für meine Zielgruppe?
Aus den Antworten ergibt sich oft schon das zentrale Keyword, also der Suchbegriff, den Menschen bei Google eingeben würden.
Kurz ein paar Gedanken zur Suchmaschinenoptimierung:
Wenn jemand nach einem bestimmten Suchbegriff sucht (oft
sind es mehrere Wörter), soll Ihre Webseite möglichst weit oben erscheinen.
Planen Sie das Keyword schon beim Schreiben ein: als Überschrift,
Zwischenüberschrift und an passenden Stellen im Text.
Die drei Ebenen eines guten Online-Textes
1. Layout
- Klarer
Aufbau, roter Faden, „umgekehrte Pyramide“ (Wichtigstes zuerst)
- Absätze unter 150 Wörter
- Zwischenüberschriften in der richtigen Hierarchie
- Übersichtlichkeit schaffen mit: Listen, Grafiken, Highlight-Element
2. Satzebene
- Kurze Sätze mit maximal 15–17 Wörtern
- Einfache Grammatik, keine Schachtelsätze
- Eindeutige Satzbezüge herstellen mit Verbindungswörtern (weil, aber, obwohl)
3. Wortebene
- Aktive, klare, präzise Sprache (z.B. keine Passivsätze)
- Starke Verben statt abstrakter Nominalisierungen (vermeiden Sie Wörter, die auf -ung, -heit, -keit enden und verwenden Sie stattdessen das entsprechende Verb)
- Keywords bewusst einsetzen (in Überschriften, aber auch im Fließtext, wenn es passt)
- Fachbegriffe nur sparsam und ggf. erklärt verwenden (damit der Text für jeden verständlich ist)
- Füllwörter,
Modewörter und Floskeln vermeiden
Titel und Teaser
Mit Titel und Teaser machen Sie neugierig auf Ihren Text und
Ihre Unterseite. Gleichzeitig sind sie wichtige Signale für Suchmaschinen: Sie
zeigen an, worum es geht und ob die Seite zum eingegebenen Suchbegriff passt.
So können Suchmaschinen Ihre Seite besser einordnen – und im Ranking höher
anzeigen: Mit Titel und Teaser bringen Sie also die Suchmaschinen auf die
richtige Spur.
Titel:
- Informativ und keyword-basiert: „Hier ist der Inhalt, nach dem du suchst“
- Kein Clickbait, keine Text-Titel-Schere, kein Zitat ohne Kontext
Teaser:
- Maximal 300 Zeichen
- Nicht der erste Absatz des Textes
- Zwei Varianten:
- Informativ: beantwortet Kernfragen und fasst zusammen
- Emotional/Neugierig machend: eine These oder ein besonderer Aspekt, der in den Text hineinführt